Ob Fake News, „alternative Fakten“ oder gezielte Manipulation – der Umgang mit Wahrheit ist heute
umkämpfter denn je. Politische Strategien, digitale Medienlogiken und psychologische Mechanismen
tragen dazu bei, dass Unsicherheit wächst und Vertrauen schwindet. Doch der Streit um Wahrheit ist
kein neues Phänomen: Schon in der Antike wurde die Macht der Rhetorik erkannt und die in ihre
lauernde Gefahr der Täuschung für das gesellschaftliche Miteinander ausgemacht.
In der Veranstaltung gehen wir der Frage nach, wie Wahrheiten konstruiert werden, warum wir
bestimmten Erzählungen Glauben schenken – und wie wir uns besser gegen Desinformation wappnen
können. Philosophische und historische Perspektiven treffen dabei auf aktuelle Beispiele aus Medien
und Politik. Ziel ist es, sowohl die großen Muster hinter der „Post-Truth“-Debatte zu verstehen als auch
praktische Strategien für den Alltag zu entwickeln.
Diese Veranstaltung versteht sich als Raum für kritische Reflexion, gemeinsames Üben von
Medienkompetenz und Diskussion über die Bedingungen von Vertrauen in einer komplexen Welt.
Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Der Kurs findet ab 1 Personen statt.